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Busreisen - Ein Gewinn für Umwelt und Klima!

• Von Klimarettern und Klimakillern
• Wie man durch Urlaub die Klimakatastrophe beschleunigt – oder verlangsamen kann
• Wie man Emissionen einspart und die geringsten externen Kosten verursacht

Von unserem Verhalten hängt ab, was wir zur Erderwärmung beitragen und wie sich die Klimakatastrophe auswirkt. Nachdenken, Verantwortung übernehmen und Konsequenzen zu ziehen beschränkt sich nicht darauf, die Wärmedämmung eines Hauses zu verbessern, ein verbrauchsärmeres Auto zu kaufen, darauf ganz zu verzichten oder den Standby Modus von Elektrogeräten zu vermeiden.

Gerade beim Reisen bestehen ungenutzte Möglichkeiten, enorme Mengen des Klimakillers CO2-Emissionen einzusparen und die Umwelt zu entlasten: Je nach Reiseziel können das viele Tonnen pro Person sein! Ganz einfach.

Die meisten Emissionen einer Urlaubsreise setzen wir bei der An- und Abreise frei. Hier liegen die größten Einsparpotenziale: In einer intelligenten, verantwortungsvollen Planung. Das bedeutet erstens, ein nicht zu fernes Reiseziel auszusuchen und zweitens, zur Anreise ein klimafreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Es geht, wenn man will. Der Bus ist als klimafreundliches Verkehrsmittel unschlagbar! Ein Beispiel: Sie können bei einer Städtereise nach Rom schon für den Flug (1.500 km ab Basel) 534 kg CO2 freisetzen oder aber insgesamt nur 62 kg (Busreise 2.000 km hin und zurück). Oder wenn Sie nach Portugal möchten: Während Sie bereits auf dem Flug von Basel nach Lissabon und zurück 1.080 kg CO2 in die Atmosphäre blasen und dabei ebenso wie auf den Flug nach Rom die Emissionen für die An- und Abreise nach Basel und Fahrten vor Ort noch hinzu gerechnet werden müssten, emittieren Sie auf der kompletten Portugal-Busrundreise inklusive aller Ausflüge (5.000 km) lediglich 155 kg. Zur Veranschaulichung: Der Stromverbrauch Ihres Kühlschranks verursacht etwa 100 kg CO2 im Jahr, ein halbes Jahr lang Autofahren belastet die Umwelt im Durchschnitt mit 1.000 kg. Und ein Flug nach Kuba bedeutet 5.310 kg. (Die Zahlen basieren auf dem CO2- Rechner der Stadt Freiburg, zu finden auf www.freiburg.de und den Zahlen des Umweltbundesamtes, siehe Grafiken). Zwei Wochen Portugal: 155 kg Busreise oder 1,08 Tonnen Flugreise. Sie sehen hier die Unterschiede. Da kann sich frau/man noch so konsequent um eine ökologisch korrekt Lebensführung bemühen: Alles, was teilweise mühsam an CO2 eingespart wurde, frisst schon ein einziger Flug wieder auf. Busfahren ist also gleich ein mehrfacher Gewinn für Umwelt, Klima und persönliche Lebensführung!

Allen Appellen von Umweltorganisationen zum Trotz nehmen die CO2-Emissionen des Flugverkehrs immer noch um rund fünf Prozent pro Jahr zu. Der Luftverkehr boomt. Derzeit trägt er etwa acht Prozent zur globalen Erwärmung bei. Wenn der Luftverkehr weiter so wächst, wird seine Klimawirkungen bereits in vier Jahren die des heutigen Pkw-Verkehrs übersteigen. Der Klimakiller CO2 ist aber nicht das einzige Treibhausgas, das die Flugzeuge ausstoßen. Durch die direkte Eintragung insbesondere von Stickoxiden und von Wasserdampf in hohe Luftschichten entstehen laut IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Klimawirkungen, die zweibis fünfmal höher sind als die durch CO2.

Trotz dieser alarmierenden Zahlen wird die Klimawirkung des Flugverkehrs bis heute vernachlässigt und mit Steuerbefreiungen und hohen Subventionen von allen Staaten ganz massiv gefördert. Setzt sich der Wachstumstrend des Flugverkehrs aufgrund der billigen, subventionierten Preise fort, wird der Luftverkehr bald zu den absolut klimaschädlichsten Sektoren weltweit gehören.

Gute 1.000 kg CO2 werden pro Person ausgestoßen, wenn jemand zum Beispiel von Basel nach Lissabon oder Malaga und zurück fliegt. Aber wie weit kämen Sie mit einer Tonne CO2 mit anderen Verkehrsmitteln?

Hier die Zahlen: Diese 1.000 kg, die ein Flugreisender auf der Strecke von 2.808 km ausstößt, entsprechen der Menge an CO2, die ein Autofahrer auf 7.246 km freisetzt. Setzt man sich in den Zug, kommt man bei einer Tonne CO2-Ausstoß bereits 21.739 km weit, und wer mit dem Bus reist, kann sogar eine 32.258 km lange Reise antreten. Eine Tonne CO2 reicht also aus, um mit dem Bus von Freiburg weiter als nach Shanghai und zurück zu reisen! Gäbe es die Meere nicht, wir würden mit dieser Tonne CO2 mit dem Bus fast um den Erdball kommen, mit dem Flieger kämen Sie gerade bis nach Lissabon!

Die Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen: Mit lediglich 31 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer und Person ist der Reisebus das klimafreundlichste Verkehrsmittel. Die Flugreise ist mit 356 g CO2/Person/ km fast zwölfmal schädlicher als die Busreise, gefolgt von der Benutzung des PKW für die Urlaubsreise (138 g) und der als umweltfreundlich geltenden Bahn, die mit 46 g immer noch das eineinhalbfache an CO2 freisetzt wie der Reisebus.

Der Bus verursacht die niedrigsten externen Kosten Unter »externen Verkehrskosten« versteht man diejenigen Kosten, die durch die Mobilitätsteilnehmenden verursacht, jedoch nicht von ihnen selber getragen werden. Die wichtigsten Bereiche sind Unfälle, Lärm, die luftverschmutzungsbedingten Gesundheitskosten, das Klima, der Bereich Natur und Landschaft sowie die Kosten aus vor- und nachgelagerten Prozessen.

Die Grafik zeigt die Durchschnittskosten für Deutschland 2005 pro Personen- bzw. Tonnen-km: Im Personenverkehr fallen beim Pkw mit 61,60 €/1.000 Pkm die höchsten durchschnittlichen Kosten an. Dabei dominieren vor allem die Unfallkosten, die Klimakosten sowie die externen Lärmkosten. Die Kosten im Personenverkehr der Schiene sind mit 21,20 € ca. dreimal tiefer als die Kosten beim Pkw. Bei der Schiene sind vor allem die hohen Lärmkosten von Bedeutung, ebenso die Kosten aus vor- und nachgelagerten Prozessen (wobei hier vor allem die Emissionen aus der Stromproduktion dominieren). Die externen Kosten der Busse (Linien- und Gelegenheitsverkehr) sind sogar rund viermal niedriger als beim PKW-Verkehr. Hauptgrund hierfür sind vor allem die geringeren Lärmkosten in Kombination mit tieferen aggregierten Klimakosten. Hinzu kommt, dass aufgrund der verbesserten Motorentechnologie die Partikelemissionen der Busse im Zeitraum 2000 bis 2005 um ca. 60 Prozent reduziert werden konnten, was zu deutlich tieferen Luftverschmutzungskosten in dieser Fahrzeugkategorie geführt hat. Der Luftverkehr hat gegenüber dem Bus mehr als dreimal höhere externe Kosten. Hierbei dominieren die Kosten der Klimaerwärmung sowie die Lärmkosten. Fazit: Der Bus schneidet auch bei den externen Kosten am besten ab!

Aber was machen die Politiker?
• Sie subventionieren das Flugbenzin
• Sie fördern den Ausbau von Flughäfen
• Sie bezahlen die Infrastruktur
• Sie ködern Billigflieger
• Sie subventionieren Fluggesellschaften
• Sie engagieren sich für die Flugzeugindustrie (Airbus)
• Sie bezahlen die Forschung der Hersteller
• Sie bauen die Schienenanbindung der Flughäfen aus

Sie erheben keine Steuern für Kerosin, keine Mehrwertsteuern, keine Ökosteuern. Sie tun alles, damit das Fliegen billig bleibt. Sie fördern seit Jahrzehnten ganz massiv die Klimakiller Nummer eins im Verkehrssektor! Anstatt die Umweltsünder mit Abgaben zu belasten, verschenken sie viele Hundert Milliarden an Steuergeldern jährlich an Fluggesellschaften, Hersteller und Flugreisende! Sie bestrafen Klimafreunde, die das umweltfreundlichste und kostengünstigste Verkehrsmittel, den Reisebus nutzen mit immer höheren Steuern und Abgaben!

Zeigen Sie unseren Abgeordneten, was sie von ihrer Politik halten, die unsere Steuern dafür verwendet, dass durch das billige Fliegen die Erderwärmung noch schneller voranschreitet, und die gleichzeitig behaupten, sie wollten die Klimakatastrophe aufhalten. Engagieren Sie sich, schreiben Sie Leserbriefe an die Zeitung und mischen Sie sich ein. Wenden Sie sich hier in Freiburg an Herrn Salomon, Frau Andreae, Herrn Erler, und an Abgeordnete, Regierungsvertreter und Oppositionelle in Ihrem Wahlkreis.

Seien Sie auch konsequent und fahren Sie Bus, wenn Sie reisen wollen: egal ob mit Avanti, mit Rast oder Rist, mit Hummel oder Winterhalter, Österreicher oder Schumacher, dem Glottertäler, Simonswälder, Will oder wem auch immer, aber fahren Sie Bus und demonstrieren Sie damit, dass Ihnen Klima, Umwelt und Folgeschäden nicht egal sind! Sie machen einen Riesengewinn: Durch eine stressfreie Reise, durch neue Landschaftseindrücke, neue Freunde, niedrigste Emissionen und geringste Allgemeinkosten.



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